März 2012

Cambodian Fight Club XVI

Cambodian Fight Club

Nach dem deutlich verlängerten Aufenthalt in Siem Reap und den Tempeln von Angkor hat es mich in die Hauptstadt von Kambodscha, Phnom Penh, verschlagen. Die Anreise verlief vollkommen problemlos mit einem Minibus und dauerte knapp 5 Stunden mit einer obligatorischen Essenspause. Sogar die Suche nach einer Unterkunft hat sich dann erstaunlich problemlos herausgestellt. Normalerweise reserviere ich meine Unterkünfte gerne einen Tag im Voraus per Internet, aber das war für die gewünschte Unterkunft nicht möglich und da die Zeit davor etwas chaotisch ablief, haben wir es einfach mal probiert die Unterkunft anzufahren. Es war natürlich schon alles ausgebucht als wir am Abend dort angekommen sind, aber um die Ecke liess sich problemlos was finden und das Zimmer ist sogar richtig schön. Aber so kenne ich das ja mittlerweile aus Südostasien, alles kein Problem 🙂

Phnom Penh ist eine sehr angenehme Stadt, welcher man den französischen Einfluss aus der Kolonialzeit noch sehr deutlich ansieht. Das fängt beim schachbrettartigen Strassenmuster an, geht über breite Boulevards hin zu der Uferpromenade (aka Riverside) auf welcher sich abends ein Großteil des Nachtlebens abspielt. Die Stadt hat einen angenehmen Rhythmus und es lässt sich hier wirklich sehr gut aushalten. Das einzige Problem ist, dass es nicht wirklich allzu viele Sehenswürdigkeiten gibt. Es gibt natürlich den Königspalast, die Silberpagode und erneut den ein oder anderen Tempel. Aber das ist alles sehr überschaubar, nicht sonderlich beeindruckend und lässt sich auch locker an einem Tag absolvieren. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Leute auch nicht deswegen hierher kommen, sondern eher um das Nachtleben zu geniessen. Das reicht von sehr leckeren Restaurants über unzählige Bars hin zu den Rooftop-Bars der einschlägigen Guesthouses, die jeden Abend aufs Neue ein Schmelztiegel für die Backpacker der Stadt sind. Aber auch so kann man durchaus seine Nacht verbringen und eine gute Zeit haben 😉

Aber nun ja, irgendwas muss man tagsüber ja auch machen und da hat uns der Lonely Planet ausnahmsweise mal weitergeholfen mit einem kleinen Artikel über die kambodschanische Variante des Kickboxen. Die thailändische Version des Muay Thai ist mittlerweile auch international bekannt und die kambodschanische Version steht der in nichts nach und soll sogar das Vorbild für Muay Thai gewesen sein. Und es handelt sich dabei wirklich um einen Vollkontakt-Sport und nicht um die Kuschelversion, die uns die Klitschkos dieser Welt im Fernsehen bieten. Natürlich ist „normales“ Boxen auch kein Kuschelsport, aber die südostasiatische Version ist doch eine ganze Spur härter und erlaubt den Einsatz der Beine und der Ellenbogen und bietet ein ganz anderes Tempo und ist für die Zuschauer deutlich aufregender.

Veranstaltet wird das Ganze jeweils samstags und sonntags von einem lokalen Fernsehsender etwas ausserhalb und geht so gegen 16:30 Uhr los. Der Eintritt ist kostenlos und kostet nicht so wie in Thailand gut und gerne mal 10 bis 15 Euro. Aber im Zweifelsfall einfach einen Tuktuk-Fahrer danach fragen, die sind meist selbst scharf drauf sich das anzuschauen, was natürlich bei der Preisverhandlung enorm hilfreich ist 🙂 Die Halle selbst ist dann auch nicht mehr als ein Wellblech-Verschlag hinter dem Studio mit einem Ring in der Mitte und Zuschauerplätzen. Es finden normalerweise so zwischen 5-7 Kämpfe pro Veranstaltung statt. Manche sind nur Vorbereitungskämpfe und werden vom Fernsehen nur aufgezeichnet, aber die Hauptkämpfe gibt es gleich live im Fernsehen zu sehen, da dies in Kambodscha die beliebteste Sportart ist. Und das merkt man auch deutlich an der Zuschauermenge, die immer gut mitgegangen ist und die Kämpfer angefeuert hat. Und natürlich gehören auch die obligatorischen Wetten dazu, auch wenn diese hier recht diskret vollzogen wurden.

Wir waren am Samstag und Sonntag dort, nachdem wir am Samstag recht begeistert davon waren. Aber auch hier eher wieder aus photographischer Perspektive, denn wir haben am Samstag unser Ausländerbonus voll ausgespielt und haben es direkt an den Ring geschafft und jeder stand an einer unterschiedlichen Ecke und konnte so wirklich nah am Geschehen dabei sein und ganz gute Photos knipsen, wie ich finde. Sport-Photograph ist auch für mich eine neue Erfahrung gewesen, habe ich vorher auch noch nie gemacht und das A und O ist natürlich eine schnelle Linse und eine gute Position. Für die Position hatten wir ja gesorgt und beim Rest hat mir mein bewährtes Sigma 30 mm f/1.4 sehr weitergeholfen. Hatte am Samstag leider mein Sigma 50 mm f/1.4 nicht dabei, welches für Close-Ups etwas besser gewesen wäre. Aber als ich das dann am Sonntag dabei hatte, war es zum einen nicht mehr möglich direkt an den Ring zu kommen, da die Halle deutlich voller war und es sich wohl auch um bessere Kämpfe gehandelt hat. Und zudem war mein Akku leider leer und die gekauften AA-Batterien haben für gerade mal 10 Photos pro Satz gehalten. Naja, Lektion gelernt würde ich sagen 🙂

Aber auch als Zuschauer war es am Sonntag wirklich sehr interessant gewesen, die Kämpfe waren deutlich besser und auch recht brutal, kaum ein Kampf ohne Blut. Aber die Kämpfer waren teilweise echt sehr gut, unglaublich athletisch und mit einer sehr großen Auswahl an unterschiedlichen Angriffs- und Abwehrtechniken ausgestattet. Hut ab vor so viel Athletik!

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Sonnenaufgang @ Angkor Wat

Am ersten Tag in Siem Reap und bei der Besichtigung der Tempel von Angkor stand ganz klassisch das Pflichtprogramm auf der Liste: der Sonnenaufgang am berühmtesten Tempel Angkor Wat. Millionenfach photographiert und jeder hat es sicherlich schon häufiger gesehen, aber man kommt halt doch nicht drum rum 🙂

Ein Nachteil von so einem Sonnenaufgang ist halt leider, dass er in der Früh stattfindet und man schon gegen 5 Uhr am Hotel losfahren muss. Die Sache wird zudem nicht leichter, wenn man am Vorabend wieder viel zu schnell Anschluss gefunden hat und sich die halbe Nacht in den Bars von Siem Reap rumgeschlagen hat 🙂 Aber zum Glück bin ich immer noch ein bisschen deutsch und wenn ich mir was vorgenommen habe, dann habe ich auch die Disziplin das durchzuziehen, auch wenn es mir eventuell nicht ganz so gut ging und ich meinen Wecker ungefähr zehntausendfach verflucht habe 🙂

Der Sonnenaufgang bei Angkor Wat ist dann auch der typische Startpunkt für alle Leute, die früh rauskommen und jeder Tourist muss das zumindest einmal gemacht haben während seines meist dreitägigen Aufenthalts. Daher ist man dann auch alles andere als alleine am Morgen, denn alle Leute scharen sich um den kleinen See vor der Tempelanlage, von dem aus diese bekannte und wirklich nette Reflexion des Tempels gibt. Man muss sich etwas durchkämpfen, da viele Photographen mit Stativen da sind und man braucht nunmal einen Platz in der ersten Reihe! Und man sollte sich auch nicht ganz zentral zu dem kleinen See einquartieren, wie ich das gemacht habe, sondern etwas links am See, da sonst die aufgehende Sonne hinter den Türmen versteckt ist.

Der Sonnenaufgang selbst ist dann nicht so spektakulär, es ist eher das Zusammenspiel des schönen roten Lichts mit der Silhouette des Tempels und eben der Reflexion im See. Man hat aber für gute Bilder ein recht kurzes Zeitfenster und sollte da dann auch wirklich Bilder aus leicht unterschiedlichen Perspektiven machen. Ich hatte mich für einen Timelapse entschieden und die Kamera hat alle 5 Sekunden automatisch Bilder gemacht, aber nach den ersten paar tollen Bildern kommt ein rechtes Einerlei und das Licht ist nicht abwechslungsreich und spektakulär. Daher ist das daraus entstehende Video bei mir durchgefallen. Konzentriert euch also lieber auf’s Bildermachen und habt etwas Geduld bis die Sonne über das Wolkenband kommt, das zumeist da ist. Weil dann ist sie richtig schön rot und es gibt ein recht geniales Licht, das eben im Zusammenspiel mit der Tempelanlage sehr gut funktioniert.

Sowohl zum Praxisteil für Photographen, nun aber endlich die Photos:

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Sandra XXII

Der Travelpirate und die Photographie auf Reisen

Heute ist der letzte Tag, den wir am wunderbaren Strand von Koh Chang in Thailand verbringen. Morgen geht es dann zu einem kleinen Abstecher zurück nach Bangkok. Dort heißt es dann am Mittwoch für Sandra Abschied zu nehmen und in den Flieger zurück nach Deutschland zu steigen. Für mich geht die Reise aber glücklicherweise noch immer weiter und ich werde von dort Richtung Kambodscha aufbrechen. Nach einem Zwischenstop in Battambang werde ich mich in Siem Reap einquartieren und Angor Wat sowie die anderen Tempelanlagen ringsum erkunden. Dafür sind drei Tage eingeplant, wobei man aber wohl nur den Morgen und den Abend vernünftig nutzen kann, da es dort so verdammt heiß sein soll. Zumindest hatte mich ein schwedisches Traveller-Pärchen davor gewarnt und empfohlen, dass der geringe Aufpreis für ein Hotel mit Schwimmbad durchaus seine Berechtigung hat. Abschließend werde ich dann noch zwei Tage in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Phen, verbringen und dann geht es rüber nach Vietnam. So ist zumindest die aktuelle Grobplanung.

Damit euch aber auf dem Blog bis dahin nicht zu langweilig wird, will ich euch heute ein bisschen was über das Photographieren auf Reisen erzählen. Denn ich habe viel positives Feedback von euch für meine Bilder bekommen und wollte mich mit diesem Artikel dafür bedanken. Es ist immer schön, wenn ich Lob, Anregungen und auch Kritik zu meinen Bildern bekomme, denn nur so entwickelt man sich weiter.

Das Photographieren auf Reisen ist im Normalfall immer ein Kompromiss, da man selten seine komplette Ausrüstung dabei hat, zumindest wenn man dieses tolle Hobby etwas intensiver betreibt. Daher sollte man sich vor der Reise fragen, welche Ansprüche man selbst hat und ob man bereit ist auf der Reise den entsprechenden Preis dafür zu zahlen. Denn es macht natürlich schon einen Unterschied, ob man nur eine Woche in der Sonne liegen und entspannen will oder ob man drei Monate quer durch die Wunderwelt Südostasiens reist.

Ich würde mich selbst als ambitionierten Hobbyphotographen bezeichnen, mir macht die Photographie enormen Spass und daher kam eine einfache oder auch professionellere Point-and-Shoot-Kamera für mich nicht in Frage. Es musste schon die DSLR mit all ihren Möglichkeiten sein und mir war von Anfang an bewusst, dass ich diese und das zugehörige Equipment dann eben auch mit rumschleppen muss. Und das ist bei Temperaturen weit über 30 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit nicht immer ein Zuckerschlecken. Aber andererseits muss ich mir dann nur wieder die Photos ansehen und dann weiss ich gleich wieder, warum ich mir das antue…

Fangen wir mal mit der Liste meines Equipments an, das es mit auf diese Reise geschafft hat:

  • Nikon D7000 mit Batteriegriff MB-11
  • Sun Sniper Strap Pro als Tragegurt für die Kamera
  • Nikon 18-200 mm VR II als Travel-Zoom und Immer-Drauf-Objektiv
  • Polarisationsfilter für das Nikon 18-200 mm, der auch fast immer drauf ist
  • Sigma 30 mm f/1.4 als lichtstarkes Objektiv für Räume und Kinder-Aufnahmen
  • Sigma 50 mm f/1.4 als Portraitobjektiv
  • Cullmann Nanomax 260 Stativ, unabdingbar für Sonnenuntergänge und Nachtaufnahmen
  • ND3- und ND8-FIlter für das Travelzoom
  • Nikon Fernauslöser
  • Reinigungsmittel für Objektive und den Sensor
  • Apple MacBook Air zum Bearbeiten der Bilder mit Adobe Lightroom 3
  • Externe Festplatte mit 1 TB zur Sicherung der Photos

Von dieser Liste möchte ich auf der Reise auch keinen Gegenstand missen, es kamen alle schon erfolgreich zum Einsatz und die Ergebnisse machen mir persönlich immer wieder sehr viel Freude. Über die Nikon D7000 muss man nicht viel sagen bzw. das lest ihr dann lieber in den zahlreichen Testberichten im Internet nach. Für mich ist sie die ideale Kamera für Reisen, da sie nicht ganz so groß und schwer wie eine Vollformat-Kamera ist und trotzdem unglaublich gute Bilder macht. Ich schiesse mit der D7000 ausschließlich im RAW-Format und bin immer wieder erstaunt, welchen Dynamik-Umfang die Kamera hat und welche Reserven man dann noch in der Nachbearbeitung hat und meist gar nicht braucht. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass ich die Kamera bereits eine gute Weile vor meiner Reise gekauft hatte und intensiv mit ihr photographiert hatte, so dass ich ihr Verhalten und ihre Knöpfchen sehr gut kenne. Das ist dann gerade auf Reisen ein sehr großer Vorteil, wenn man mit seiner Kamera bereits ein eingespieltes Team ist.

Der Batteriegriff macht die Kamera natürlich noch ein bisschen größer und schwerer, aber gerade mit großen Händen ist das Handling der Kamera deutlich besser. Und auch nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass der Batteriegriff mit sechs AA-Batterien auskommt, die ich zwar als Akkus dabei habe und trotzdem kann man im Zweifelsfall diese Art von Batterien auch im entlegensten Ausland irgendwie auftreiben, wenn es hart auf hart kommt. So weit ist es allerdings noch nie gekommen, denn mit dem normalem Akku und dem Batteriegriff kommt man locker auf über 1500 Auslösungen und das hat bisher selbst in Nepal immer gereicht, wo der Strom knapp war und das Aufladen der verschiedenen elektronischen Geräte einen wohl durchdachten Ladeplan benötigt hatte.

Ebenfalls unverzichtbar ist für mich der SpiderStrap Pro als Tragegurt für die Kamera, denn egal ob man mit dem großen Backpack oder nur dem kleinen Rucksack unterwegs ist, wird immer erst die Kamera am SpiderStrap umgehängt, dann Rucksack drüber und die Kamera hängt trotzdem immer gut erreichbar und schussbereit in der Hüfte. Einfach genial und kein Vergleich zu diesen mitgelieferten Trageriemchen von Nikon oder Canon. Leider natürlich etwas teuer für einen Tragegurt, aber dafür trotzdem jeden Cent wert.

Bei einer dreimonatigen Reise mit so vielen unterschiedlichen Situationen kommt man an einem Travel-Zoom fast gar nicht vorbei. Außer natürlich man ist professioneller Photograph und schleppt sein Nikon f/2.8er Sortiment mit sich rum. Aber soweit bin ich dann auch noch nicht 🙂 Daher ist das Nikon 18-200 mm VR II tatsächlich ein ganz guter Kompromiss, natürlich nicht das allerschärfste Glas und leider auch mit f/3.5-5.6 nicht besonders lichtstark. Aber tagsüber für Spaziergänge durch Städte, Landschafts- und Architekturaufnahmen durchaus gut zu gebrauchen. Auch Leute lassen sich damit gut damit photographieren, aber da ich hier persönlich gerne mit Offenblende arbeite, ist das eine der Situationen an denen ich gerne auf eine meiner beiden Festbrennweiten wechsele.

Da haben wir zum einen das Sigma 30 mm f/1.4, welches mir den Monat in Nepal sehr treue Dienste geleistet hat und eigentlich häufiger als das Travel-Zoom drauf war. Denn zum einen sind die Räume in Nepal schon tagsüber recht dunkel gewesen, so dass hier das Travel-Zoom schnell an seine Grenzen gestossen ist. Zum anderen entspricht es an der D7000 mit einem Crop-Faktor von 1.5 annähernd einem Normalobjektiv und es macht einfach sehr viel Spass mit dieser Brennweite in Kombination mit offener Blende zu arbeiten. Zumal das Objektiv deutlich schärfer ist als das Nikon 18-200 mm VR II, wenn man es denn mal etwas abblendet. Zudem hatte man ja ein sehr enges Verhältnis zu den Kindern im Foster Home und sie haben sich schnell an die Kamera gewöhnt, so dass der doch recht kurze Abstand zu den Personen, den man bei einer Brennweit von umgerechnet 45 mm braucht, kein Hindernis dargestellt hat.

Wenn man die Personen allerdings nicht ganz so gut bzw. überhaupt gar nicht kennt, dann kommt das Sigma 50 mm f/1.4 zum Einsatz, da man mit dieser Brennweite doch etwas mehr Abstand zum Motiv einhalten kann. Und da ich gerne dokumentarisch arbeite und es sehr mag Personen in Alltagssituationen zu photographieren ohne dass sie dies gleich merken, liebe ich es eben auch mit dieser Brennweite zu arbeiten. Hier wäre eventuell sogar eine Brennweite von 85 mm noch besser, aber die befindet sich noch nicht in meinem Fundus und daher müssen eben 50 mm ausreichen 🙂 Und bei beiden Sigma-Objektiven liebe ich einfach das Bokeh, das finde ich echt traumhaft und etwas schöner als bei den Nikon-Pendants.

Wenn man Bilder (oder wie ich gerne Serienbilder, die zu HDR-Timelapse-Videos verarbeitet werden) von Sonnenuntergängen oder -aufgängen machen will oder gerne nachts Aufnahmen macht, dann kommt man um ein Stativ nicht drum rum. Das Cullmann Nanomax 260 ist mit knapp 1,2 Kilogramm nicht der leichteste Vertreter seiner Sorte, aber ein vorher getestetes Manfrotto Stativ aus Titan war mir dann doch zu wackelig, um die 300 Gramm Gewichtsersparnis zu rechtfertigen. Und das Cullmann Nanomax verrichtet seinen Dienst klaglos in Zusammenarbeit mit einem Triopo B2 Kugelkopf und wird einfach außen am Backback befestigt, wo es leicht erreichbar ist und nicht weiter stört.

Die ND-Filter sind das Zubehör, das bisher am wenigstens zum Einsatz kam. Gedacht waren sie vor allem für Meeresaufnahmen und Aufnahmen an belebten Plätzen, um die Menschenmassen verschwinden zu lassen. Das habe ich am Durbar Square in Kathmandu, Nepal auch einmal ausprobiert, aber die Ergebnisse waren nicht zufriedenstellend und so bin ich dann doch lieber nachts noch mal mit dem Stativ unter dem Arm angetanzt und die Bilder sind dann gleich auch viel besser geworden und Leute waren auch nicht mehr viele da.

Der Fernauslöser ist denke ich selbsterklärend und gerade wenn man alleine auf Reisen ist, möchte man dann doch auch auf dem einen oder anderen Bild drauf sein. Und auch das Reinigungsmittel ist nicht verkehrt, denn man ist viel draussen unterwegs und die Kamera macht zwangsläufig einiges mit. So bekommt dann auch der Sensor mitunter einiges ab und man freut sich, wenn man ihn reinigen kann und dadurch in der Nachbearbeitung nicht mehr alle Flecken auf dem Bild einzeln entfernen muss.

Zur Bildbearbeitung kommt ein aktuelles Apple MacBook Air zum Einsatz, welches auf der einen Seite schön kompakt im Gepäck ist und auf der anderen Seite doch genügend Power zur Bildbearbeitung hat. Es stößt natürlich irgendwann auch an seine Grenzen, gerade bei der Berechnung von großen Panoramen in Photoshop oder bei der Erstellung von HDR-Timelapse-Videos. Aber auf der anderen Seite ist man eh viel unterwegs und hat gar nicht so viel Zeit, die Bilder so zu bearbeiten, wie man das manchmal gerne machen würde. Denn das ist richtig zeitaufwändig und man will ja was erleben auf der Reise und nicht die ganze Zeit vor dem Notebook verbringen. Daher lernt man recht schnell, pragmatisch bei der Bildbearbeitung zu sein und es muss nicht immer alles perfekt sein. Denn die Abende zurück in Deutschland werden immer noch lange genug und da kann man sich dann immer noch austoben an den vielen tollen Photos von seiner Reise…

Und auch mit diesem eingeschränkten Equipment kann man trotzdem sehr schöne Bilder machen, wie euch die folgenden Bilder von einem Photoshooting mit Sandra beim Sonnenuntergang auf Koh Chang hoffentlich zeigen. Aber andererseits, mit so einem so schönen Model und so einem tollen Licht ist die Technik und der Photograph nur noch das Tüpfelchen auf dem i 🙂

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Relaxen auf Koh Chang

So, heute gibt es nicht viel zu lesen, denn aktuell geniessen wir einfach die Tage auf der Insel Koh Chang im Süden von Thailand ohne uns allzu viel zu bewegen 🙂

Die Insel ist für uns dem Paradies schon sehr nahe und ein paar Tage Ruhe sind nun genau das, was ich nach dem Monat Nepal brauche. Das Wetter ist recht heiß mit konstant hoher Luftfeuchtigkeit. Bisher wurde das schöne Wetter nur nachts immer wieder von ein bisschen Regen unterbrochen, lediglich heute gab es auch tagsüber zwei Regenschauer. Aber die waren genau richtig getimed, so dass wir unseren Ausflug zur Elefantenfarm und den Ausritt auf den Tieren trotzdem mehr als geniessen konnten. Ist schon ein tolles und erhabendes Gefühl auf einem Elefanten zu reiten. Wir haben natürlich natürlich auch gleich passenden zu unserer beider Körpergrösse das größte Elefantenweibchen bekommen. Männer taugen nämlich nicht zum Reiten, da sie zu aggressiv sind 🙂

Daher geniesst diesmal einfach die Bilder, in ein paar Tagen geht es für mich auch wieder mit mehr Action weiter, denn dann geht es nach einem kurzen Abstecher zurück nach Bangkok auf direktem Wege weiter nach Kambodscha. Irgendwie ist auch schon fast Halbzeit erreicht, aber es gibt ja zum Glück trotzdem noch genug Zeit viele tolle Dinge zu entdecken, von denen ich euch dann berichten kann!

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Grand Palace VIII

Good-Bye Nepal! Welcome Bangkok!

Nun, was soll man im Rückblick über Bangkok schreiben, wenn man die Stadt hinter sich gelassen hat und gerade auf der Veranda seines Strandpavillons auf Koh Chang sitzt und diesen Ausblick geniesst?

 

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Annapurna V

Poon Hill Trek Tag 2: „Gott sei Dank, DB hat wirklich nicht gelogen“

Wie ihr sicherlich schon gelesen habt, war Tag 1 meiner kleinen Trekking-Tour mit dem Aufstieg nach Ulleri mein persönlicher Kampf und mein Wille hatte über mein Fleisch bzw. meine Nase und die mangelnde Luftzufuhr gesiegt. Und DB hatte mir ja auch versprochen, dass ich damit das Schlimmste hinter mir hätte und die folgenden Tage leichter würden. Das Problem dabei ist nur, dass DB zum einen sicherlich ein anderes Empfinden hat als ich und zum anderen wusste man nie so genau, ob er jetzt mit der ganzen Wahrheit rausgerückt ist oder mich erst mal nur schonen wollte, um mich dann vor dem nächsten Aufstieg zu beschwören, dass es diesmal nur 2 Stunden steil bergauf geht…

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Abschied_001

Die Foster Foundation Nepal sagt Danke!

Wie ihr euch sicherlich erinnert, hatte ich euch in meinem Artikel über die Foster Foundation Nepal um Spenden für FFN gebeten und wollte selbst auch meine Geburtstagsgeschenke spenden. Und eigentlich wollte ich das ja auch an meinem Geburtstag übergeben, aber irgendwie hat das nicht so richtig in die Dramaturgie des Tages gepasst und es war auch nicht der richtige Personenkreis. Daher habe ich die Übergabe dann jetzt bei meinem Abschied von DB, Rekha und den Kindern nachgeholt.

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