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Japan 2014, Day 1: Tokyo

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Japan 2014, Day 1: Tokyo, ein Album auf Flickr.

Der Travelpirate und die Photographie auf Reisen

Heute ist der letzte Tag, den wir am wunderbaren Strand von Koh Chang in Thailand verbringen. Morgen geht es dann zu einem kleinen Abstecher zurück nach Bangkok. Dort heißt es dann am Mittwoch für Sandra Abschied zu nehmen und in den Flieger zurück nach Deutschland zu steigen. Für mich geht die Reise aber glücklicherweise noch immer weiter und ich werde von dort Richtung Kambodscha aufbrechen. Nach einem Zwischenstop in Battambang werde ich mich in Siem Reap einquartieren und Angor Wat sowie die anderen Tempelanlagen ringsum erkunden. Dafür sind drei Tage eingeplant, wobei man aber wohl nur den Morgen und den Abend vernünftig nutzen kann, da es dort so verdammt heiß sein soll. Zumindest hatte mich ein schwedisches Traveller-Pärchen davor gewarnt und empfohlen, dass der geringe Aufpreis für ein Hotel mit Schwimmbad durchaus seine Berechtigung hat. Abschließend werde ich dann noch zwei Tage in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Phen, verbringen und dann geht es rüber nach Vietnam. So ist zumindest die aktuelle Grobplanung.

Damit euch aber auf dem Blog bis dahin nicht zu langweilig wird, will ich euch heute ein bisschen was über das Photographieren auf Reisen erzählen. Denn ich habe viel positives Feedback von euch für meine Bilder bekommen und wollte mich mit diesem Artikel dafür bedanken. Es ist immer schön, wenn ich Lob, Anregungen und auch Kritik zu meinen Bildern bekomme, denn nur so entwickelt man sich weiter.

Das Photographieren auf Reisen ist im Normalfall immer ein Kompromiss, da man selten seine komplette Ausrüstung dabei hat, zumindest wenn man dieses tolle Hobby etwas intensiver betreibt. Daher sollte man sich vor der Reise fragen, welche Ansprüche man selbst hat und ob man bereit ist auf der Reise den entsprechenden Preis dafür zu zahlen. Denn es macht natürlich schon einen Unterschied, ob man nur eine Woche in der Sonne liegen und entspannen will oder ob man drei Monate quer durch die Wunderwelt Südostasiens reist.

Ich würde mich selbst als ambitionierten Hobbyphotographen bezeichnen, mir macht die Photographie enormen Spass und daher kam eine einfache oder auch professionellere Point-and-Shoot-Kamera für mich nicht in Frage. Es musste schon die DSLR mit all ihren Möglichkeiten sein und mir war von Anfang an bewusst, dass ich diese und das zugehörige Equipment dann eben auch mit rumschleppen muss. Und das ist bei Temperaturen weit über 30 Grad und extrem hoher Luftfeuchtigkeit nicht immer ein Zuckerschlecken. Aber andererseits muss ich mir dann nur wieder die Photos ansehen und dann weiss ich gleich wieder, warum ich mir das antue…

Fangen wir mal mit der Liste meines Equipments an, das es mit auf diese Reise geschafft hat:

  • Nikon D7000 mit Batteriegriff MB-11
  • Sun Sniper Strap Pro als Tragegurt für die Kamera
  • Nikon 18-200 mm VR II als Travel-Zoom und Immer-Drauf-Objektiv
  • Polarisationsfilter für das Nikon 18-200 mm, der auch fast immer drauf ist
  • Sigma 30 mm f/1.4 als lichtstarkes Objektiv für Räume und Kinder-Aufnahmen
  • Sigma 50 mm f/1.4 als Portraitobjektiv
  • Cullmann Nanomax 260 Stativ, unabdingbar für Sonnenuntergänge und Nachtaufnahmen
  • ND3- und ND8-FIlter für das Travelzoom
  • Nikon Fernauslöser
  • Reinigungsmittel für Objektive und den Sensor
  • Apple MacBook Air zum Bearbeiten der Bilder mit Adobe Lightroom 3
  • Externe Festplatte mit 1 TB zur Sicherung der Photos

Von dieser Liste möchte ich auf der Reise auch keinen Gegenstand missen, es kamen alle schon erfolgreich zum Einsatz und die Ergebnisse machen mir persönlich immer wieder sehr viel Freude. Über die Nikon D7000 muss man nicht viel sagen bzw. das lest ihr dann lieber in den zahlreichen Testberichten im Internet nach. Für mich ist sie die ideale Kamera für Reisen, da sie nicht ganz so groß und schwer wie eine Vollformat-Kamera ist und trotzdem unglaublich gute Bilder macht. Ich schiesse mit der D7000 ausschließlich im RAW-Format und bin immer wieder erstaunt, welchen Dynamik-Umfang die Kamera hat und welche Reserven man dann noch in der Nachbearbeitung hat und meist gar nicht braucht. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass ich die Kamera bereits eine gute Weile vor meiner Reise gekauft hatte und intensiv mit ihr photographiert hatte, so dass ich ihr Verhalten und ihre Knöpfchen sehr gut kenne. Das ist dann gerade auf Reisen ein sehr großer Vorteil, wenn man mit seiner Kamera bereits ein eingespieltes Team ist.

Der Batteriegriff macht die Kamera natürlich noch ein bisschen größer und schwerer, aber gerade mit großen Händen ist das Handling der Kamera deutlich besser. Und auch nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass der Batteriegriff mit sechs AA-Batterien auskommt, die ich zwar als Akkus dabei habe und trotzdem kann man im Zweifelsfall diese Art von Batterien auch im entlegensten Ausland irgendwie auftreiben, wenn es hart auf hart kommt. So weit ist es allerdings noch nie gekommen, denn mit dem normalem Akku und dem Batteriegriff kommt man locker auf über 1500 Auslösungen und das hat bisher selbst in Nepal immer gereicht, wo der Strom knapp war und das Aufladen der verschiedenen elektronischen Geräte einen wohl durchdachten Ladeplan benötigt hatte.

Ebenfalls unverzichtbar ist für mich der SpiderStrap Pro als Tragegurt für die Kamera, denn egal ob man mit dem großen Backpack oder nur dem kleinen Rucksack unterwegs ist, wird immer erst die Kamera am SpiderStrap umgehängt, dann Rucksack drüber und die Kamera hängt trotzdem immer gut erreichbar und schussbereit in der Hüfte. Einfach genial und kein Vergleich zu diesen mitgelieferten Trageriemchen von Nikon oder Canon. Leider natürlich etwas teuer für einen Tragegurt, aber dafür trotzdem jeden Cent wert.

Bei einer dreimonatigen Reise mit so vielen unterschiedlichen Situationen kommt man an einem Travel-Zoom fast gar nicht vorbei. Außer natürlich man ist professioneller Photograph und schleppt sein Nikon f/2.8er Sortiment mit sich rum. Aber soweit bin ich dann auch noch nicht 🙂 Daher ist das Nikon 18-200 mm VR II tatsächlich ein ganz guter Kompromiss, natürlich nicht das allerschärfste Glas und leider auch mit f/3.5-5.6 nicht besonders lichtstark. Aber tagsüber für Spaziergänge durch Städte, Landschafts- und Architekturaufnahmen durchaus gut zu gebrauchen. Auch Leute lassen sich damit gut damit photographieren, aber da ich hier persönlich gerne mit Offenblende arbeite, ist das eine der Situationen an denen ich gerne auf eine meiner beiden Festbrennweiten wechsele.

Da haben wir zum einen das Sigma 30 mm f/1.4, welches mir den Monat in Nepal sehr treue Dienste geleistet hat und eigentlich häufiger als das Travel-Zoom drauf war. Denn zum einen sind die Räume in Nepal schon tagsüber recht dunkel gewesen, so dass hier das Travel-Zoom schnell an seine Grenzen gestossen ist. Zum anderen entspricht es an der D7000 mit einem Crop-Faktor von 1.5 annähernd einem Normalobjektiv und es macht einfach sehr viel Spass mit dieser Brennweite in Kombination mit offener Blende zu arbeiten. Zumal das Objektiv deutlich schärfer ist als das Nikon 18-200 mm VR II, wenn man es denn mal etwas abblendet. Zudem hatte man ja ein sehr enges Verhältnis zu den Kindern im Foster Home und sie haben sich schnell an die Kamera gewöhnt, so dass der doch recht kurze Abstand zu den Personen, den man bei einer Brennweit von umgerechnet 45 mm braucht, kein Hindernis dargestellt hat.

Wenn man die Personen allerdings nicht ganz so gut bzw. überhaupt gar nicht kennt, dann kommt das Sigma 50 mm f/1.4 zum Einsatz, da man mit dieser Brennweite doch etwas mehr Abstand zum Motiv einhalten kann. Und da ich gerne dokumentarisch arbeite und es sehr mag Personen in Alltagssituationen zu photographieren ohne dass sie dies gleich merken, liebe ich es eben auch mit dieser Brennweite zu arbeiten. Hier wäre eventuell sogar eine Brennweite von 85 mm noch besser, aber die befindet sich noch nicht in meinem Fundus und daher müssen eben 50 mm ausreichen 🙂 Und bei beiden Sigma-Objektiven liebe ich einfach das Bokeh, das finde ich echt traumhaft und etwas schöner als bei den Nikon-Pendants.

Wenn man Bilder (oder wie ich gerne Serienbilder, die zu HDR-Timelapse-Videos verarbeitet werden) von Sonnenuntergängen oder -aufgängen machen will oder gerne nachts Aufnahmen macht, dann kommt man um ein Stativ nicht drum rum. Das Cullmann Nanomax 260 ist mit knapp 1,2 Kilogramm nicht der leichteste Vertreter seiner Sorte, aber ein vorher getestetes Manfrotto Stativ aus Titan war mir dann doch zu wackelig, um die 300 Gramm Gewichtsersparnis zu rechtfertigen. Und das Cullmann Nanomax verrichtet seinen Dienst klaglos in Zusammenarbeit mit einem Triopo B2 Kugelkopf und wird einfach außen am Backback befestigt, wo es leicht erreichbar ist und nicht weiter stört.

Die ND-Filter sind das Zubehör, das bisher am wenigstens zum Einsatz kam. Gedacht waren sie vor allem für Meeresaufnahmen und Aufnahmen an belebten Plätzen, um die Menschenmassen verschwinden zu lassen. Das habe ich am Durbar Square in Kathmandu, Nepal auch einmal ausprobiert, aber die Ergebnisse waren nicht zufriedenstellend und so bin ich dann doch lieber nachts noch mal mit dem Stativ unter dem Arm angetanzt und die Bilder sind dann gleich auch viel besser geworden und Leute waren auch nicht mehr viele da.

Der Fernauslöser ist denke ich selbsterklärend und gerade wenn man alleine auf Reisen ist, möchte man dann doch auch auf dem einen oder anderen Bild drauf sein. Und auch das Reinigungsmittel ist nicht verkehrt, denn man ist viel draussen unterwegs und die Kamera macht zwangsläufig einiges mit. So bekommt dann auch der Sensor mitunter einiges ab und man freut sich, wenn man ihn reinigen kann und dadurch in der Nachbearbeitung nicht mehr alle Flecken auf dem Bild einzeln entfernen muss.

Zur Bildbearbeitung kommt ein aktuelles Apple MacBook Air zum Einsatz, welches auf der einen Seite schön kompakt im Gepäck ist und auf der anderen Seite doch genügend Power zur Bildbearbeitung hat. Es stößt natürlich irgendwann auch an seine Grenzen, gerade bei der Berechnung von großen Panoramen in Photoshop oder bei der Erstellung von HDR-Timelapse-Videos. Aber auf der anderen Seite ist man eh viel unterwegs und hat gar nicht so viel Zeit, die Bilder so zu bearbeiten, wie man das manchmal gerne machen würde. Denn das ist richtig zeitaufwändig und man will ja was erleben auf der Reise und nicht die ganze Zeit vor dem Notebook verbringen. Daher lernt man recht schnell, pragmatisch bei der Bildbearbeitung zu sein und es muss nicht immer alles perfekt sein. Denn die Abende zurück in Deutschland werden immer noch lange genug und da kann man sich dann immer noch austoben an den vielen tollen Photos von seiner Reise…

Und auch mit diesem eingeschränkten Equipment kann man trotzdem sehr schöne Bilder machen, wie euch die folgenden Bilder von einem Photoshooting mit Sandra beim Sonnenuntergang auf Koh Chang hoffentlich zeigen. Aber andererseits, mit so einem so schönen Model und so einem tollen Licht ist die Technik und der Photograph nur noch das Tüpfelchen auf dem i 🙂

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Arr! Willkommen in der wunderbaren Welt des Travelpirate, ihr Landratten!

Ahoi!

Wenn euch euer Kompass nicht komplett im Stich gelassen hat, dann seid ihr hier genau richtig! Zumindest wenn ihr den Abenteuern, Erzählungen und Geschichten des Travelpirates auf seiner Reise durch Nepal und Südostasien folgen wollt.

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