Reiseroute

Wenn man fast drei Monate auf Reisen geht, kommt man nicht drum rum seine Reiseroute vorher zumindest etwas zu planen. Natürlich möchte man sich auch ein bisschen treiben lassen und sich von seiner momentanen Stimmung leiten lassen, denn irgendwann ist der 1000. Tempel halt einfach nur noch ein weiterer Tempel und dann ist ein Tag am Strand vielleicht doch viel verlockender. Aber zumindest über die groben Eckpfeiler sollte man sich im Klaren sein. Dies ist schon alleine wegen der Flüge sinnvoll, die rechtzeitig gebucht meist billiger sind. Daher habe ich mich mal ans die moderne Version des Reissbretts gesetzt und herausgekommen ist dabei die folgende Reiseroute auf Google Maps:

 

Wenn man sich das so auf der Karte ansieht, denkt man sich doch schon fast zwangsläufig „Verdammt geil!“, oder? Mir geht es zumindest so, aber gut ich habe mir das ja auch so ausgesucht! 😉

Nepal

Los geht die Reise am 01.02.2012 in Frankfurt am Main am Flughafen. Von hier geht es mit Oman Air über einen Zwischenstopp in Muscat nach Kathmandu in Nepal. In Nepal werde ich etwas mehr als den ersten Monat meiner Reise verbringen. Dabei werde ich am Anfang erst mal 3 Nächte in Kathmandu bleiben und mir das volle touristische Sightseeing-Programm geben und einfach mal im Land ankommen. Dann geht es mit dem Bus weiter nach Pokhara in die Gegend rund um die Annapurna. Dort werde ich auf den Spuren von Silke und Rahel wandeln und meine Freiwilligenarbeit im Waisenhaus der Foster Foundation Nepal antreten. Zum Abschluss meines Aufenthalts in Nepal möchte ich mich dann noch an einer der einfacheren Trekking-Touren zum Poon Hill versuchen. Und wenn das aufgeht, werde ich zu meinem Geburtstag am 28.02. den Sonnenaufgang am Poon Hill erleben. Gibt schlechtere Arten seinen Geburtstag zu verbringen, oder?

Wie komme ich bloss wieder raus aus Kathmandu?

Danach geht es dann wieder zurück nach Kathmandu und am 04.03.2012 geht mein Air India Flieger Richtung Bangkok. Und wie man schon auf der Karte sieht ist das nicht unbedingt der direkteste Weg nach Bangkok, aber das war bei der Planung tatsächlich der schwierigste Teil von Kathmandu aus nach Indochina zu kommen. Der ursprüngliche Plan sah eigentlich vor nach Luang Prabang in Laos zu fliegen und dort dem Mekong zu folgen. Dies hätte auch den Vorteil gehabt, dass ich zur vermeintlich heissesten Zeit meiner Reise im April im kältesten Teil der Reise, in Nord-Vietnam, gewesen wäre. Denn die Temperaturen sind definitiv nicht zu unterschätzen, gerade für uns Mitteleuropäer. Und das gilt gerade für die Monate vor dem Start der Regenzeit im Mai.

Nun ja, aber diese Überlegungen klangen auf dem Papier toll, aber spätestens bei der Suche nach einem Flug von Kathmandu nach Luang Prabang wurde klar, dass dort unter 2 Stopps mit mehr als 24 Stunden Reisezeit und das dann noch zu einem recht happigen Preis nichts zu bekommen ist. Daher musste ich entsprechend umplanen und da auch die anderen Großstädte (Phnom Phen, Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi) auf meiner ursprünglich geplanten Route nicht vernünftig von Kathmandu aus angeflogen werden können, blieb als einzige Alternative dann nur das Sprungbrett nach Südostasien – Bangkok – übrig. Auch hier hatte fast jeder Flug 2 Stopps und Reisezeiten von 20+ Stunden, aber mit Air India dauert der Flug mit einem Stopp in Delhi zumindest „nur“ 8 Stunden.

Thailand

Aber ich sage es mal so: Es gibt glaube ich schlimmere Schicksale als Bangkok auch noch zu der Liste der Reiseziele hinzuzufügen, oder? Daher wird das dann der Startpunkt für den „richtigen“ Backpacker-Teil meiner Reise sein. Und dieser ist wie schon vorhin angedeutet nicht komplett durchgeplant, aber so würde das ja auch keinen Spass machen. Trotzdem gibt es natürlich ein paar Meilensteine auf dieser Strecke, die man sich wohl nicht entgehen lassen darf. Fraglich ist dann nur die Intensität mit der man sich diesen typischen Touristenpunkten hingibt.Daher werde ich von Bangkok aus dann der Küste folgen und eventuell nach ein paar vermutlich anstrengenden Tagen in der Großstadt auch mal einen Strandtag in Ko Chang einlegen.

Kambodscha

Von Thailand aus geht es dann weiter über die Grenze nach Kambodscha, wo natürlich ein Pflichtstopp in Phnom Penh angesagt ist. Laut den aktuellen Berichten im Internet ist die Stadt wohl stark am boomen und aktuell der Place-to-be in der Region Indochina. Aber davon muss man sich natürlich schon mal selbst überzeugen! Und nach ein paar weiteren Tagen in der Großstadt darf natürlich der obligatorische Trip nach Siem Reap und dem Weltkulturerbe Angkor Wat nicht fehlen. Und auch hier gilt: Auch wenn jeder mit dem ich gesprochen habe, meist abgewunken hat mit dem Hinweis „Viel zu touristisch“ muss man sich auch hier ein eigenes Bild machen und beeindruckend sind die Tempelanlagen sicherlich allemal! Aber davon könnt ihr euch dann auf meinen Fotos hoffentlich euer eigenes Bild machen.

Vietnam

Von Kambodscha aus geht es dann weiter in Richtung Vietnam mit dem ersten großen Ziel Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon). Sicherlich auch ein ganz eigenes Erlebnis für sich und wenn ich dem Verkehr dort entkomme und nicht von Motorrollern überfahren werde, dann folge ich dem Küstenverlauf in Richtung Norden. Dabei gibt es auch vielen schöne Orte auf der Strecke und langweilig wird mir dort bestimmt auch nicht. Im Norden angekommen steht ein weiteres Weltkulturerbe auf dem touristischen Pflichtprogramm – die Ha Long Bucht. Auch hier gilt, dass man das wohl einfach gesehen haben muss! Die Reise durch Vietnam schliesst dann mit dem Besuch von Hanoi, auch eine tolle Stadt, die viel zu bieten hat.

Laos

Hanoi verlasse ich dann mit dem Flieger in Richtung Luang Prabang und Laos. Das ist ein kurzer 1h-Flug und wird glücklicherweise von einigen Billigfliegern bedient, sprich hier stellt der Flug nicht das Problem dar. In Luang Prabang lässt sich auch vortrefflich etwas Zeit verbringen, wenn ich bis dahin der Tempelanlagen nicht komplett überdrüssig bin. Und falls doch finde ich schon ein Alternativprogramm. Danach folge ich dem „Tourist Trail“ über die Hauptstadt Vientiane nach Pakse mit vielen einigen Stopps auf dem Weg. In Pakse kann man auch vortrefflich etwas Zeit verbringen und das nahe Umland mit Ausflügen z.B. nach Vat Phou oder Si Phan Don erkunden.

Irgendwann werden auch 3 Monate zu Ende gehen…

Und schön langsam schliesst sich dann auch der Kreis, es geht zurück nach Thailand. Dort gibt es auch noch genügend Möglichkeiten, seinen Horizont zu erweitern. Letztendlich werde ich dann aber wieder in Bangkok landen und am 24.04. in meinen Flieger Richtung Frankfurt am Main steigen, wo ich dann am frühen Morgen des nächsten Tages wieder heimischen Boden zu betreten. Aber natürlich nicht ohne vorher die letzten Stunden in Bangkok damit verbracht zu haben, mit mehr oder minder sinnvollem Tand auf das bei Oman Air erlaubte Freigepäck von 30 kg zu kommen. Denn während der Reise möchte ich natürlich mit deutlich weniger Gepäck auskommen wollen, zumal auf den „kleineren“ Flügen nur 20 kg Gepäck erlaubt sind. Aber das ist dann eine andere Geschichte, die ihr dann unter dem kommenden Artikel „Ich packe meinen Koffer…“ nachlesen könnt.

Soviel also zur geplanten Route, aber wie schon einleitend erwähnt ist das nur die Grundidee für meine Tour und ist man erst mal unterwegs, ergeben sich sicherlich noch tausend andere Möglichkeiten und ich bin schon sehr gespannt, wohin es mich dann letztendlich verschlagen wird. Aber ihr werdet das als erste hier auf dem Blog nachlesen können und kommt hoffentlich immer mal wieder auf eine Minute vorbei, stöbert durch die dann hoffentlich immer größer werdende Anzahl von Erzählungen aus der Fremde und hinterlasst mir hin und wieder auch mal wieder einen Kommentar. Ich auf jeden Fall freue mich sehr zu wissen, dass ich niemals alleine unterwegs sein werde!